Die BBI-Brikettfabrik Wackersdorf

Die erste Ausbaustufe der Brikettfabrik wurde im April 1907 in Betrieb genommen. Die durch die Fa. Zemag, Filiale Köln, in Rekordzeit errichtete Anlage erreichte bei vier Pressen eine Tagesproduktion von 240 t. Im November 1907 ging die zweite Ausbaustufe mit nochmals vier Pressen in Betrieb (Tagesleistung nun 500 t). Die Energie lieferte das Kesselhaus mit zwölf Dampfkesseln und zwei über 60 m hohen Schornsteinen. Zwei Maschinenaggregate zu je 300 PS erzeugten elektrischen Strom. Die Rohbraunkohle wurde erst in Hammermühlen verkleinert, gelangte anschließend über Röhrentrockner (Trocknung auf 17% Wassergehalt) und die Kühlanlage schließlich in die Pressen.

 

Es war eine Brikettproduktion von jährlich 150.000 t geplant, die in den ersten Jahren jedoch bei weitem nicht erreicht wurde. Im Jahre 1922 wurden z.B. erst 138.000 t Braunkohlenbriketts produziert. Man fertigte Nuss- sowie Stöpselbriketts, und die Produktion lief mit inzwischen zehn Pressen.

 

In den Jahren 1931 – 1947 lief die Produktion nur mit etwa 70.000 t pro Jahr. Nach dem Krieg – Wackersdorf war inzwischen die einzige süddeutsche Brikettfabrik – konnte die Produktion nochmals auf 140.000 t./Jahr gesteigert werden. Die Brikettfabrik wurde in den Jahren 1954 – 56 modernisiert, wobei einige der mit Zweizylinder-Dampfmaschinen angetriebenen Pressen auf Elektroantrieb umgebaut wurden.

 

Am 08.04.1964 erfolgte aber dann die endgültige Stilllegung der Brikettfabrik, da es wegen der allgemeinen Umstellung auf Öl Schwierigkeiten bei Brikettabsatz gab und außerdem der Vorrat an brikettierfähiger Kohle im Nordfeld erschöpft war. Insgesamt wurden in den 57 Jahren des Bestehens der Brikettfabrik in Wackersdorf 5 684 000 t Briketts hergestellt.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.