Die BBI Werksbahn

Die schmalspurigen Grubenbahnen

Bereits die Gewerkschaft Klardorf setzte ab 1905 zum Transport des Abraums Muldenkipper und Lokomotiven ein.

Bei der BBI führte den gesamten Abraumbetrieb zunächst die Fa. Döring & Lehmann durch. Als diese Firma Ende der 20er Jahr in Liquidation ging, übernahm die BBI den Abraumbetrieb in eigene Regie und übernahm dafür von Döring & Lehmann alle Geräte einschließlich des 900 mm-Bahnmaterials.

 Bayerische Braunkohlen-Industrie - Schmalspur

Nr.

Herstellerdaten/Baujahr

Bauart

PS

Tonnen

1.) Spurweite: 600 mm

 

O&K 1 937/1906

B-n2t

40

 
 

O&K 2 602/1907

B-n2t

30

 

2.) Spurweite: 900 mm *)

       
 

O&K 9 063 / 1921

B-n2t

225

 
 

O&K 9 064 / 1921

B-n2t

225

 
 

O&K 9 065 / 1921

B-n2t

225

 
 

O&K 9 366 / 1921

B-n2t

225

 
 

O&K 11 984 / 1921

B-n2t

225

 
 

O&K 11 985 / 1921

B-n2t

225

 
 

O&K 11 986 / 1921

B-n2t

225

 
 

O&K 12 108 / 1930

B-n2t

225

 

15

Rheinmetall 702 / 1926

B-n2t

200/225

24

16

Rheinmetall 703 / 1926

B-n2t

200/225

24

17

Rheinmetall 697 / 1926

B-n2t

200/225

24

18

Krauss-Maffei 17 223 / 1944

B-n2t

200

23.9

19

19 Krauss-Maffei 17 224 / 1944

B-n2t

200

23.9

20

Krauss-Maffei 17 221 / 1944

B-n2t

200

23.9

21

Krauss-Maffei 17 213 / 1945

B-n2t

200

23.9

22

Krauss-Maffei 17 244 / 1946

B-n2t

200

23.9

23

Krauss-Maffei 17 611 / 1949

B-n2t

200

23.9

M106

Windhoff 765 / 1943

C-dh

130

19

 *) Insgesamt sollen auf den 900 mm-Abraumbahnen 37 Dampfloks im Einsatz gewesen sein. Im Jahre1953 gab es noch die B-Kuppler 1 bis 14

Über die Abraumbahn ist wenig bekannt. Bereits ab 1921 wurden von O&K Dampflokomotiven in 900 mm Spurweite an die BBI geliefert. Es ist nicht bekannt, ob Döring & Lehmann eigene Loks einsetzte oder die Maschinen der BBI verwendete. Vermutlich waren neben den fabrikneuen 0&K-, Krauss-Maffei- und Rheinmetall- Loks auch gebrauchte Maschinen im Einsatz. Insgesamt sollen auf den Abraumbahnen 37 Dampfloks im Einsatz gewesen sein. 1953 waren noch die B-Kuppler 1 – 14 vorhanden, die dann nach und nach – noch meist in gutem Zustand – verschrottet wurden. Die Angaben zu den eingesetzten Lokomotiven wurden, soweit möglich, in den Loklisten zusammengefasst.

An Wagenmaterial wurden auf den Abraumbahnen 5.6 cbm-Schmalspurwagen eingesetzt.

Als im Jahre 1946 der Aufschluss des Nordfeldes mit Verlegung des Ortes Wackersdorf entstand, schloss die BBI einen Zweijahresvertrag mit der Münchner Baufirma Polensky & Zöllner zwecks Abraumbeseitigung ab. Dazu wurde eine Gleisanlage von 10 km Länge errichtet. Ein Abraumzug bestand aus Dampflok mit zehn 16 cbm-Kippwagen. 1947 wurde der Vertrag mit der Baufirma vorzeitig gekündigt und die BBI übernahm die Abraumbeseitigung wieder selbst.

Der Kohletransport erfolgte größtenteils mittels einer 600 mm-Kettenbahn, die seit 1906 in Betrieb stand. In 600 mm-Spur sind jedoch 1906/07 auch zwei Loklieferungen an die BBI bekannt.

In der topographischen Karte vom Stand 1952 ist noch ein ausgedehntes Grubenbahnnetz im West-, Nord-, und Ostfeld auszumachen. Die Hauptstrecke verlieb zwischen dem Werksgelände und der Ortschaft Steinberg. Nach dem Krieg betrug die Gleislänge der Schmalspurbahnen noch etwa 18 Kilometer.

Ab 1954 begann man mit der Umstellung der Materialförderung von Kipploren und Dampfloks auf Band. Am 31. Mai 1961 wurde die alte Kettenbahn vom Nordfeld zur Brikettfabrik stillgelegt. Auch die Abraumbahnen sind vermutlich um diese Zeit stillgelegt worden.

Zum Verschieben des Umsetzers (=Kohlebagger) war ehemals eine kleinere 900 mm-Schmalspurdiesellok eingesetzt, die die Betriebsnummer M15 trug. Da sie hierfür zu schwach war, wurde zwischen etwa 1952 und 1957 für diesen Dienst eine Dampflok herangezogen und ebenfalls als M15 bezeichnet, die anschließend als Spielplatzlok in Wackersdorf aufgestellt wurde. Nach 1957 wurde zum Verschieben des Umsetzers eine ehemalige Wehrmachtslok mit der Betriebsnummer M106 herangezogen.

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